NÄHE & DISTANZ
Jeder von uns hat neben der Sehnsucht nach Nähe auch eine Angst vor dem Verlust an Freiheit. Wir brauchen den anderen und suchen seine Nähe. Ebenso wollen wir einen genügend großen Abstand und empfinden die Nähe manchmal als Gefahr. Wir sind in einem inneren Konflikt zwischen Abhängigkeit und Autonomie. Das ist der Urkonflikt der Liebe.

Unser Nähe- und Distanzverhalten in Beziehungen ist von unseren frühen Bindungserfahrungen bestimmt.
Beziehungs- und Bindungsängste lassen sich oft indirekt erkennen, z.B. wenn Beziehungen nach mehr oder weniger kurzer Zeit immer wieder scheitern oder beendet werden. Manche spüren auch eine Angst vor Nähe, obwohl sie keine Schwierigkeiten haben Kontakte zu knüpfen. Sobald jedoch eine Beziehung enger wird, tauchen Angst oder Engegefühle auf und Anspannung, Zweifel und Unwohlsein nehmen immer mehr Raum ein. Häufig wird dann bei dem Gegenüber, z.B. dem Partner, jede Kleinigkeit genaustens betrachtet und jede Abweichung von der eigenen Erwartung dazu genutzt, wieder Distanz herzustellen. Durch herbeigeführte Diskussionen wird die Nähe unterbrochen, was dem Betroffenen ein Gefühl der Erleichterung verschafft und die Angst verringert sich.
Oft leiden Klienten mit Bindungsängsten unter ihrer Bindungslosigkeit. Sie bemerken, dass sie ihre eigenen Wünsche verhindern, schaffen es aber nicht, dies aus eigener Kraft zu ändern.
Ein erster wichtiger Schritt ist es, zu verstehen, woher diese Ängste kommen. Mit meiner Kompetenz lehre ich Ihnen, wie Sie das richtige Maß an Nähe und Distanz in einer Beziehung wahrnehmen. Durch Übungen zur Selbstbeobachtung entwickeln Sie ein Gespür für Ihr eigenes Bedürfnis an Nähe und Distanz und lernen sich ihrem Gegenüber mit Ihren Wünschen zu zeigen.
»Das Geheimnis des Lebensglücks besteht darin, dass wir die richtige Nähe finden, um nicht zu frieren und den richtigen Abstand, damit wir uns nicht ständig über unsere Mitmenschen ärgern.«
Schopenhauer