GRENZEN

Unsere Grenzen dienen unserem Schutz. Sie geben uns ein Gefühl dafür, wer wir sind und wo wir anfangen und aufhören. Wir brauchen unseren Körper um unsere Grenzen zu spüren und unseren Platz in dieser Welt zu finden und zu halten.

Jeder von uns hat seinen persönlichen Raum um sich herum. Dieser gleicht einem Vorgarten, der zum Haus gehört. Wir möchten kontrollieren können, wer sich in diesen hineinbegibt.

Die Körpertherapie für sensible Frauen in Bonn. Bei Depression, Trauma und Opfer bei Narzissmus.

Warum es so schwer ist, die eigenen Grenzen zu wahren:

weil man verlernt hat, diese wahrzunehmen
weil man nicht gelernt hat sie zu artikulieren
weil man schlechte Erfahrungen gemacht hat seine Grenzen zu zeigen und die damit verbundene Angst wieder auftaucht.
Was passiert bei Grenzüberschreitung?

Werden Grenzen massiv überschritten und halten wir eine Situation nicht mehr aus, weil das was wir fühlen unerträglich ist, flüchten wir in die Dissoziation. Wir verlassen das Haus, unseren Körper, in dem wir leben. Wir empfinden unseren Körper nicht mehr als unser sicheres Heim. Vermutlich möchte niemand in ein Haus einziehen, in dem man das Gefühl hat weder Fenster noch Türen schließen zu können und jeder rein und rauslaufen kann, wie er will.

Dadurch kann es passieren, dass Betroffene ein Leben lang versuchen ohne ihren Körper zu leben. Der eigene Körper, der unser Zuhause in diesem Leben sein sollte, wird als bedrohlich empfunden. Die Angst vor dem eigenen Körper kann so groß sein, dass dieser als Feind gesehen wird. Der Verlust von Körpergefühl führt zu Unsicherheit, Einsamkeit und Angst.

Der erste Schritt zur Heilung ist es, den eigenen Körper und die eigenen Grenzen zu spüren. Erst wenn Sie Ihre eigenen Grenzen wahrnehmen, können Sie lernen diese zu verteidigen. Dazu gehört es Menschen sagen zu können: “Stopp, bis dahin und nicht weiter!“ oder „Nein, das will ich nicht!“. Nur so werden Sie Ihre Würde und Integrität wahren. Wenn wir uns sicher sind, wie wir unser Haus schützen und verteidigen können, werden wir wieder in das Haus einziehen und zu uns nach Hause finden.

»Respektiere dich selbst genug, um nein zu sagen zu dem, was dir nicht dient.«
Robert Tew